Wie alles begann

Seit ich denken kann, verbindet mich eine grosse Liebe zu Hunden. In meiner Kindheit ging ich mit fremden Hunden spazieren, hütete, wenn immer möglich, Nachbarshunde und hielt immer Ausschau nach vermeintlich ausgesetzten Tieren. – Man wusste ja nie, vielleicht durfte eines ja mal bei mir bleiben. – Leider war das zu dieser Zeit einfach unmöglich. Wer sollte für den Hund sorgen, wenn ich zur Schule ging und meine Eltern bei der Arbeit waren.

- Die Zeit war noch nicht reif -

Zu meiner Lehrzeit hielt unser Firmenhauswart einen Deutschen Schäferhund Namens Erlo von Weissenburg. Das Tier tat mir unwahrscheinlicht leid, denn es fristete fast sein ganzes Dasein im Zwinger. So kam ich zu meinem ersten, festen Pflegehund, mit dem ich jede freie Minute in der Natur verbrachte. Wir haben es beide genossen, so lange es eben dauern durfte.

An meinem neuen Arbeitsplatz lernte ich ein Ehepaar kennen, dass sich gerade einen Mastino Napoletano Welpen Namens Chico gekauft hatte und feststellte, dass so ein Tier ja arbeit macht. – Viel arbeit macht – Es dauerte nicht lange und sie waren des süssen grauen Babys mit den blauen Augen überdrüssig. Ich konnte das nicht mitansehen und adoptierte Chico mit meinen Eltern zusammen. Wir hingen alle sehr an dem kleinen, grossen, der schon bald 60 kg wog und ständig Schlabber-Schnürsenkel in den Maulwinkeln mitschleppte. Nicht unbedingt wohnungstauglich aber wir liebten ihn einfach. Bei einem Spaziergang, den er mit seinen „auf dem Papier Besitzern“ machte, passierte dann die Tragödie. Sie führten den 8 Monate alten Chico in der Stadt ohne Leine aus und er wurde von einem Auto angefahren. Der kleine war nicht mehr zu retten und wir waren untröstlich.

Bevor wir uns fü einen eigenen Hund entschliessen konnten, holte uns wieder unser Mitleid ein. Das selbe Ehepaar, hat sich kurz nach Chico’s Tod, einen American Pitbull Welpen Namens Paco, aus Florida einfliegen lassen und das Drama begann von neuem. Obwohl wir uns geschworen haben, keinen fremden Hunde mehr bei uns aufzunehmen, dauerte es nicht lange, bis Paco bei uns einzog. – Mein erster „roter“ Hund – Aber eben doch nicht wirklich meiner. Denn nach zwei Jahren wurde uns Paco einfach entrissen und für viel Geld in’s Ausland verkauft. Wir konnten nichts dagegen tun, denn wir waren ja nun mal nicht seine „richtigen“ Besitzer. Mit dem Abschied von Paco brach unser aller Herz und wir schworen uns, dass niemals wieder ein Hund zu uns in die Familie kommt. Insgeheim wünschten wir uns natürlich immer noch ein vierbeiniges Familienmitglied aber der Verlust von unserem geliebten Paco sass zu tief.

Eines Tages, beim schlendern durch eine Bibliothek, stiess ich auf ein Buch, mit einem wunderschönen, roten Hundekopf darauf und dachte im ersten Augenblick, es handelt sich um einen Pitbull. - Weit gefehlt, es war das erste, was ich je von einem Rhodesian Ridgeback zu sehen bekam. Ich wurde neugierig und beschaffte mir alles, was an Literatur und Berichten zu bekommen war. Das alles war aber eben nur trockene Theorie aber die allein faszinierte mich dermassen, dass ich mir sicher war, wenn auch nur die hälfte davon stimmt, das MEIN Hund sein wird. Von da an hielt ich Ausschau nach den „roten“ Hunden aber solche Zufallsbegegnungen reichten nicht aus um mehr zu erfahren.

Im Jahr 2004, wurden auf der Webside des RRCS, Mitglieder und Freunde des Rhodesian Ridgeback zum Clubtreffen eingeladen. Das war ein Zeichen. Wo sollte ich mehr über diesen Hund erfahren als vor Ort, wo ich mit Züchtern und Haltern reden konnte. Gesagt, getan. Ich und mein Vater fuhren also nach Baar und was soll ich sagen, wir fühlten uns wie im siebten Himmel unter so vielen Ridgebacks. Ganz spontan steuerten wir auf zwei junge Damen und Clubmitglieder zu, die in ein Gespräch vertieft waren. Sie waren aber nicht Objekt unserer Begierde. Eine von ihnen hielt einen wunderschönen, 9 Monate jungen Rüden an der Leine, in den wir uns sofort verliebten. Wir mussten einfach wissen woher er kam. – Merigal’s Quirin –

Das war das erste mal, dass ich von Elisabeth Pestalozzi und Ihren Merigal’s Ridgebacks hörte.

Myriame, heute eine liebe Freundin und regelmässiger Gast unserer Familie und ihr „Merigal’s Quirin“, nahmen sich unser an und erklärten mit viel Geduld und Herzblut alles, was wir wissen wollten. Für uns stand bald fest, ein Merigal’s sollte es sein und kein anderer.

- Die Zeit war reif -

Noch in diesem Jahr nahm ich Kontakt zu Elisabeth Pestalozzi auf und bat sie, mich auf die Interessentenliste für einen Rüden zu setzen. Und die Liste war lang. - Aber es war klar für mich, dass sich das Warten lohnen würde – In dieser Zeit trafen wir uns regelmässig bei Ausstellungen oder sonstigen Clubtreffen, wo ich die künftige Mama „Merigal’s Phalana“ und Oma „Baganda Galilea Merigal“ noch besser kennen und schätzen lernen durfte. – Die Zeit kam mir endlos vor -

Am 05. September 2005 war es dann endlich soweit, mein kleiner „Löwenjäger“ war geboren:

Merigal's Runako Tsavo

Wie es mit Tsavo weitergeht, erfahren Sie auf dieser Website, viel Vergnügen ...